Veröffentlicht am 21.08.2016 1163 Aufrufe Share

Die österreichische Verbotsgesellschaft

Die österreichische Verbotsgesellschaft ist schon super.

 

Es gibt Frauen, die sich mit Burkas (oder Niqabs etc.) verhüllen. Das kann man aus vielen Gründen schlecht finden: Zeichen der Unterdrückung, religiöses Symbol im öffentlichen Raum, Kulturverfall oder einfach weil schirch. Und was machen wir jetzt? Verbieten.

 

Dann schreien aber die überraschenden neuen "Feministen" (oft Männer, die sonst meistens eher konservativ sind): Man dürfe ja nicht die Burka verbieten, weil das die Freiheit der Betroffenen einschränkt. Ich bezweifle zwar, dass Frauen in Burkas soooo die argen Freiheitsfans sind und dass jede Burka-Trägerin das auch "normal" machen würde. Aber egal: Was machen wir dann?

 

Offensichtlich wäre: Sie nicht verbieten. Aber nein! Wir müssen STATTDESSEN etwas Anderes verbieten. Zum Beispiel die Erdogan-Fanclubs, liest man auf Twitter. Oder radikalen Islam, wie die FPÖ fordert. Oder wir verbieten religiöse Symbole im öffentlichen Raum (was ja doch irgendwie reizvoll wäre). In jedem Fall wird das Problem nur dann gelöst, wenn man es verbietet. Das scheint zumindest die österreichische Lösung zu sein.