Veröffentlicht am 19.04.2016 1096 Aufrufe Share

Die Dämonisierung des Norbert Hofer

Im Wahlkampf wollen natürlich alle ihr großes, kritisches Interview mit den Kandidaten - wie kritisch, kommt auf den Kandidaten an. Bei Hofer aber geht's richtig rund. Und so hört man auf ORF, Puls 4, ATV und in quasi sämtlichen Printmedien des Landes dieselben Fragen: Herr Hofer, haben Sie eine Waffe? Wie war das mit Ihrer Burschenschaft? Warum können Sie jetzt auf einmal doch Bundespräsident werden, sind Sie nicht zu jung? Und würden Sie Faymann als Staatsfeind bezeichnen?

Und natürlich sind das seine Schwachpunkte. Seine Burschenschaft stellt die österreichische Nation in Frage. Das ist schlimm und reiht sich in eine lange Liste rechtsextremer Verbindungen der FPÖ ein. Aber: Er selbst sieht Österreich natürlich als Nation. Schießen tut er auch sehr gerne mit seiner Waffe, weil es ein schöner Sport ist. Er fühlt sich bereit, diese Wahl zu gewinnen. Und Faymann ist sicher "kein Staatsfreund".

Trotzdem wird weitergebohrt. Vor allem die "Pressestunde" mit Hofer im ORF war dafür bezeichnend: Und verstehen Sie die Ängste der Menschen? Und dass Sie sich jetzt Waffen kaufen? Haben Sie die Waffe dabei? Wann hatten Sie sie das letzte Mal dabei? Haben Sie Angst? Das alles heißt nur: Sag jetzt endlich, dass du den Flüchtling abknallen würdest. Dann haben wir unseren Skandal.

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